Sonntag, 10. September 2017

"Getting rich" in Berlin


Letzlich hatte ich eine lustige Erfahrung bezüglich Verbindungen zwischen der deutschen und englischen Sprache, die ich hier erwähnen möchte. Es gibt heutzutage nicht viele Menschen, die sich noch an den amerikanischen Rapper 50 Cent und sein sogenanntes Meisterwerk "Get rich or die tryin" erinnern können. Ich bin ein von diesen Rap-Kennern, denn ich hatte die Ehre Kritiken über Rap-Platten für tschechische Zeitungen zu schreiben, als 50 Cent noch berühmt war. Jetzt habe ich festgestellt, dass es ein Stück in dem Maxim-Gorki-Theater in Berlin gibt, das einen komischen und ganz "fünfzigzentigen" Namen trägt: "Get deutsch or die tryin."

"Getting deutsch" ist eigentlich etwas, was ich schon seit Sommer 2016 versuche - für mich heißt das die Sprache sehr gut zu beherrschen. Ich habe die Handlung des Berliner Theaterspiels nicht ausführlich studiert, aber grundsätzlich soll "Getting deutsch" für die türkischen Personen dort eine Einbürgerung bedeuten. Letzendlich vorstellt die künftige deutsche Staatsangehörigkeit einen Zugang zu westeuropäischem Lebensniveau und Sozialhilfe, anders gesagt "Getting rich," deshalb wurde der Titel so gut gewählt.

Bei 50 Cent handelte es sich um einen öffentlich geäußerten Wunsch - der Rapper möchte reich werden und die Öffentlichkeit soll ihm helfen, dieses Ziel zu erreichen, also die so frech genannte Platte zu kaufen. Ob die Türken im Maxim-Gorki-Theater auch mit der Hilfe der deutschen Bürger rechnen können, bin ich mich nicht sicher, aber ja, ich habe das Stück nicht gesehen.

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